Crooked Letter, Crooked Letter by Tom Franklin
Book Review / March 9, 2019

Crooked Letter, Crooked Letter by Tom Franklin Do you like watching glaciers move? Like, in real-time? Are you a German teacher of English? Do you hate someone very much? (You can even combine the last two!)  Congratulations, this book is especially for you!   I actually enjoy a good story, lavishly told in good time. Me possibly drinking coffee or wine and enjoying myself, even losing myself inside a story told slowly, delightfully, perhaps playfully.  The story-telling here is mooooooooostly slooooooooow. Just slow. Not lavish, not delightful, not playful, just plain old slow.   Now, slow food? Good stuff! Fast food only makes me fat anyway. Slow food doesn’t mean I have to enjoy chewing on a piece of granite – or reading this book.  ‘f slows the only prob, things mighta haven’t look so bleak. Ain’t just that, sirree, naw. The language. South’rn drawl my ass.  Short sentences. Clipped sentences, eh? Yeah, boy, might work. If yall are proper pen pushers, heh?! Franklin, ma boy, you ain’t a one.   Ok, enough of this. It’s really annoying. I really, really hated those clipped sentences. They read like they hated their literary life for being, well, emaciated.  Well, all of that could still have been forgiven (I can almost see the small teaching, pupil-hating, glacier-watching demographic from the introduction nod their approval!) but…

Die ewigen Toten by Simon Beckett
Book Review / March 4, 2019

Die ewigen Toten by Simon Beckett My rating: 3 of 5 stars David “Selbstzweifel” Hunter ist zurück – leider nicht in Bestform Der forensische Anthropologe David Hunter, bekannt aus Becketts früheren Romanen in dieser Reihe, wird diesmal zu einem Leichenfund in einem ehemaligen Krankenhaus, dem St. Jude, gerufen. Dort angekommen wird sehr schnell klar, daß sich ein größeres Geheimnis hinter den abrissreifen und finsteren Mauern des St. Jude verbirgt. Damit steht die Kulisse für einen ebenfalls eher düsteren Krimi mit gelegentlichen “Ausrutschern” in beinahe schon poetische Sprache und ein wenig Humor. Ich freute mich auf einen neuen Krimi mit Hunter, der mir aus früheren Bänden sympathisch und interessant in Erinnerung war. Das bleibt auch bei diesem Buch so, jedoch wird es leider von den permanenten Querelen zwischen Haupt- und Nebencharakteren massiv überschattet – ein forensischer Taphonom verärgert Hunter, Hunter verärgert seine Auftraggeber bei der Polizei, ein frustrierter Bauunternehmer verärgert alle. Als wäre das noch nicht genug, läßt sich auch Hunter von all dem Ärger ins Boxhorn jagen und an sich selbst zweifeln. Angesichts seiner Erfahrung und seines Renommees ist das aber nur sehr bedingt plausibel und hat mich zumindest doch sehr gestört. So viel Ärger und Selbstzweifel machen einfach keinen…

The Test by Sylvain Neuvel
Book Review / March 1, 2019

The Test by Sylvain Neuvel My rating: 3 of 5 stars The Test – an exercise in superfluousness “The Test” is a short story about an immigrant taking a citizenship test. What he doesn’t know: It’s all simulated. When a group of terrorists takes everyone hostage at the test and they put him into difficult situations, his behaviour is actually being evaluated with respect to suitability for citizenship. The story isn’t bad at all but nothing here is new and all of it has already been executed a lot better by other authors. There are even a few things intrinsically implausible that are never explained and before you know it, you’ve finished the very short novella. It’s a bit like Brecht once wrote: “Indeed it is a curious way of coping: To close the play, leaving the issue open…” Unfortunately, Neuvel isn’t Brecht and can’t really pull this off as successfully but wrote a novella that’s simply superfluous. Thus, to quote Brecht to the end, “There’s only one solution that we know: That you should now consider as you go What sort of measures you would recommend To help good people to a happy end.” The measures I would recommend…

Muttertag by Nele Neuhaus
Book Review / February 28, 2019

Muttertag by Nele Neuhaus My rating: 4 of 5 stars Nele Neuhaus auf dem Weg nach vorgestern Ich war skeptisch, als ich die Lektüre des neuen Krimis um das Ermittler-Duo Bodenstein/Sander (vormals Kirchhoff) begann. Allzu routiniert und lieblos heruntergeschrieben fühlte sich das vorherige Buch „Im Wald“ für mich an. Dies schien sich auch zu bestätigen: Nach kurzer Einführung startet „Muttertag“ mit dem Auffinden der Leiche eines alten Mannes langsam und behäbig. Viele Figuren werden eingeführt, die Ermittlungen laufen in verschiedene Richtungen und – zeitweise – wirkt das zäh und arg bemüht. Es wechselt zudem immer wieder die Erzähl-Perspektive zwischen der Haupthandlung, einem Nebenstrang und einem inneren Monolog des Mörders. Das hilft nicht wirklich dabei, sich in der Erzählung zurecht zu finden und wird langatmig. Bis etwa zur Hälfte des Buches. Erst danach beginnen die Zusammenhänge klarer zu werden und Ermittlung wie Erzählung nehmen Fahrt auf. Denn nach der langen Durststrecke findet Neuhaus zurück zu alter Form der früheren Bücher, vorgestern: Spannend, mitreißend, dramatisch wird es und ein bis dahin laues Belletristik-Lüftchen wird zum Sturm, der die Seiten geradezu umreißt. Ein versöhnlicher Schluss mit Nettigkeit und Charme rundet „Muttertag“ ab und macht zwar leichte Krimi-Kost nicht nahrhafter, aber doch appetitlich und…

Mittagsstunde by Dörte Hansen
Book Review / February 20, 2019

Mittagsstunde: Roman by Dörte Hansen My rating: 4 of 5 stars Wieder ein großer Wurf, der an seinen Vorgänger erinnert. Diesmal geht geht es um das Sterben eines Dorfes über Jahrzehnte hinweg. Damit einhergehend sterben aber nicht „nur“ das Dorf und seine Bewohner, sondern eine ganze „Dorf-Kultur“: Mit Flurbereinigung und allgemeiner Urbanisierung gehen Traditionen und manchmal auch Existenzen zugrunde. Hansen glückt es jedoch, in diesem Untergangsszenario auch bereits den hoffnungsvollen Anfang einer Weiterentwicklung darzustellen. Insbesondere ist verdienstvoll, dass es Hansen mit großer Behutsamkeit und Zurückhaltung durchgängig glaubwürdig gelingt, die charakterliche Entwicklung insbesondere Ingwers sich organisch entwickelnd darzustellen. Auch hier ist der „Wiedererkennungswert“ autobiografischer Erfahrungen potentiell groß: Viele Schilderungen im Buch haben mich schmunzeln lassen oder mich allgemein an meine eigene Kindheit „auf‘m Dorf“ denken lassen. Insofern habe ich mich auch in „Mittagsstunde“ (bei uns übrigens eine Stunde später, von 13:00 bis 15:00 Uhr) sehr schnell heimisch gefühlt und habe Seite um Seite in Ruhe genossen; mit Ingwer, Sönke und Ella gebangt, geendet und neu begonnen. Ganz reicht es dann doch nicht an „Altes Land“ heran, aber es fehlt nicht viel daran und ich freue mich schon auf den nächsten Roman. View all my reviews

Altes Land by Dörte Hansen
Book Review / February 17, 2019

Altes Land by Dörte Hansen My rating: 5 of 5 stars Ein Jahrhundert-Roman Wie ein mächtiger Strom ist „Altes Land“ – mal ruhig und unaufgeregt erzählend von der Familie Eckhoff, Heinrich „Hinni“ Lührs und anderen Bewohnern des alten Landes, dann wieder mitreißend und voller Kraft. Dörte Hansen erzählt mit größtmöglichem Respekt und großer Behutsamkeit von und über ihre Protagonisten. Keiner von ihnen ist frei von Fehlern, frei von Schuld, und alle erhalten Raum, ihren Blickwinkel darzulegen. So wird schwer Verständliches nicht besser, aber doch nachvollziehbarer. Man muss diese Menschen nicht mögen, aber es ist fast unmöglich, sich ihnen zu entziehen. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass man Hansens Protagonisten beinahe zu kennen meint: Die Öko-„Familienmanagerinnen“, deren Kinder in die frühkindliche Begabtenförderung gequält werden, der alte Landwirt, der weiß, dass ihm niemand mehr nachfolgen wird und der trotzdem nicht aus seiner Haut kann, die seltsame (oder zumindest so wahrgenommene) ewig „Zugezogene“ – sie alle entstammen dem alten Land oder finden sich darin. Es sind aber alles Menschen, die nicht nur dort anzutreffen sind, sondern die glaubwürdig und lebensecht in jeder Art von kleinem Ort leben könnten. Meine Vera heißt Leane und lebt – mittlerweile über 90 Jahre alt – in einem…

You go me on the cookie! by Dana Newman
Book Review / February 14, 2019

You go me on the cookie! by Dana Newman My rating: 2 of 5 stars Dear Dana, I‘ve watched your videos on YouTube and really enjoyed myself – I like your style, your charming, fresh, delightful and funny presentation. It‘s both greatly amusing and relaxing as well as informative and interesting.I’ll never forget the video in which you explain your opinions on the USA and their current administration as it deeply moved me and showed a side of you rarely seen. Your book, too, started strong: Indiana Jones of linguistics – I could almost picture you wearing a fedora and whipping the German language; my native language. I feel thoroughly at home in English as well; I’m having a lifelong love affair with it. 😉 Unfortunately, the book becomes annoying pretty early as you start explaining even small things like quotation marks (“Anführungszeichen gewollt”). If you put something in quotation marks that doesn’t need it, your readers will get your meaning. We’re not daft, don’t spell it out. At times, it looks like you’re forgetting you’re writing a book and not a blog post or something like that and start YELLING AT US.Please don’t do that. It’s like taking a…

Age of War by Michael J. Sullivan
Book Review / August 28, 2018

Age of War by Michael J. Sullivan My rating: 5 of 5 stars Modest underrated genius TLDR; Legends of the First Empire are magical pieces of art but accessible to everyone, created by an amazing author and you don’t want to miss out on any of his books if you even remotely consider reading fantasy. I rarely feel compelled to write a review and it’s actually the first time ever I feel an obligation to write one. Michael J. Sullivan is the creator of Hadrian and Royce, two unlikely heroes, put together by circumstance, fate or whatever you prefer. I enjoyed those novels greatly and can hardly wait for the next installment. They, both the characters and the books, are clever, entertaining and feature very unobtrusive yet important morals.Those novel have always hinted at what Michael might accomplish and what, to me, seems to rapidly become his magnum opus: The Legends of the First Empire Calling the books of the Legends a prequel would be unfair because even though their narration predates Hadrian and Royce by far, they shine on their own. In Legends, Michael narrates slowly and patiently (at first at least!) how humanity rose to power beyond the…

Operation Hail Storm by Brett Arquette
Advance Review Copy (ARC) , Book Review / January 12, 2018

Operation Hail Storm by Brett Arquette My rating: 1 of 5 stars I was given this ebook for free by the author. In short: An eccentric rich guy called Hail kills a North Korean bad guy, the US administration notices, sends Hail on a mission to break stuff and sends a female “supermodel” CIA agent, Kara, with him. The story is lousy and the entire book has tons of useless techno babble in it that should simply have been scrapped. One of the main characters puts it very nicely: “That meant nothing to Kara. But she did understand that the ship’s big gun was being loaded and brought online. How it worked, she didn’t care.” Neither do we, especially not after having been treated to pages after pages about steering drones, activating weapons, etc. The protagonist, Hail, is a highly annoying character: Hail is sexist…“It was so damn difficult to register this face, this body, this female package with a hardcore CIA agent.”“It was just so damn difficult to take this supermodel for real.” … a macho with nasty attitudes, seeing himself as “the executioner – an exterminator of vermin”, with a blatant disregard for people in general… “The lieutenant…

Rise by Jennifer Anne Davis

Rise by Jennifer Anne Davis My rating: 4 of 5 stars I received this book as part of the Early Reviewers program. As I’ve often received sub-par books, I was somewhat sceptical about this book as well. Turns out I was wrong, to some extent at least. While “Rise” does have quite a few deus-ex-machina moments (a certain rescue comes to mind), even some (more or less) glaring plot holes (what are the “apparitions” during a trial of our heroine, are some of them actually there, etc. etc.?) and some “why did she do *that* now?!” moments, this book was a real page-turner for me. I’ve lost a not-so-small number of hours of sleep over it, actually, which doesn’t happen all that often. In spite of the shortcomings I mentioned before, our heroine is likeable, smart (sometimes…) and obviously fairly powerful. Her primary adversary is written as a multi-faceted character (but still fairly shrouded in mystery at the end of the book) and due to that, a fairly interesting figure. As are several side-kicks of the heroine (yes, sorry, I’ve forgotten her name as neither her nor the book are ultimately *that* remarkable 🙂 ) who grow (despite formulaically at…